Abschickfertig, wenn es von euch keine größeren Einsprüche gibt:
Aschenputtel:
Aschenputtel vermittelt Entscheidungsfreiheit und Unabhängigkeit. Durch Stiefmutter war sie sehr abhängig, hatte aber zum Ende des Märchens ihre Freiheit wiedergewonnen und erzielte in der Agentur gute Erfolge. Jetzt, wo die Agentur Jahre lang stillgelegt war, hat sie sich wieder in die Fänge eines Unterdrückers (beliebig wählbar: Freund, Arbeitgeberin, gute Freundin…) begeben und scheint ohne fremde Anweisungen nicht mehr klar zu kommen. (trägt nur noch einen Schuh)
[Asch. Kommt auf die Bühne und leiert furchtbar gelangweilt und auswendiggelernt ihren Text herunter]
Asch: Guten Tag. Ich heiße Aschenputtel. Ich zeige euch jetzt, wie man unabhängig wird, und sich von Gruppenzwang befreit.
G: Mensch, du hast echt so gar kein Talent, oder? Ich mein, wenn man das ne Weile macht stumpft man vielleicht ab aber so desinteressiert..?
Aschenputtel:
Aschenputtel vermittelt Entscheidungsfreiheit und Unabhängigkeit. Durch Stiefmutter war sie sehr abhängig, hatte aber zum Ende des Märchens ihre Freiheit wiedergewonnen und erzielte in der Agentur gute Erfolge. Jetzt, wo die Agentur Jahre lang stillgelegt war, hat sie sich wieder in die Fänge eines Unterdrückers (beliebig wählbar: Freund, Arbeitgeberin, gute Freundin…) begeben und scheint ohne fremde Anweisungen nicht mehr klar zu kommen. (trägt nur noch einen Schuh)
[Asch. Kommt auf die Bühne und leiert furchtbar gelangweilt und auswendiggelernt ihren Text herunter]
Asch: Guten Tag. Ich heiße Aschenputtel. Ich zeige euch jetzt, wie man unabhängig wird, und sich von Gruppenzwang befreit.
G: Mensch, du hast echt so gar kein Talent, oder? Ich mein, wenn man das ne Weile macht stumpft man vielleicht ab aber so desinteressiert..?
Asch: Wisst ihr, ich hatte noch nie
einen spannenden Text. Das Drehbuchteam musste irgendwie 45 Minuten
vollkriegen. Ich bin eine Füllrollle. Aber das ist okay so. Ich
komm inzwischen klar. Ihr könnt meine Szene auch ganz entfallen
lassen, wenn ihr möchtet!
H: Nein du, ist voll okay, mach ruhig
dein Ding. Du hast doch bestimmt auch ein Lied für uns, oder?
Asch: Ja, es gefällt mir und ist
pädagogisch wertvoll. Meine Werte werden vermittelt und meine
Persönlichkeit ausdrückt. Ich möchte, dass ihr aufmerksam die
Ohren spitzt und zuhört. Ihr sollt nun etwas lernen. 1,2,3,4,:
(setzt sich ans Klavier, spielt ihre
eigene Melodiestimme mit und singt rhythmusverzögert und demotiviert
„Über den Wolken“)
Asch: (verspielt sich) Verdammt, 20
Jahre Berufserfahrung und ich verspiele mich immer noch.
G: Und was sollen wir nun gelernt
haben?
Asch: (unverständnisvoll) NAJA? (setzt
wieder an) […] Muss die FREIHEIT wohl grenzenlos sein.
Freiheit, versteht ihr? So komplett
ohne Bindungen und völlig selbstbestimmend.
H: So wie… du?
Asch: (traurig) Hey, das sagt ihr
nicht. Das steht nicht im Skript, wirklich nicht.
G: (zu H) Was soll eigentlich dauernd
diese Drehbuchkacke.
H: Ja keine Ahnung?!
Asch: Wisst ihr, ihr bringt mich
durcheinander wenn ihr euch nicht an die Regeln haltet. Sie sind
meine Basis, das was mich ausmacht, versteht ihr?
G: Und das ist dir genug?
Asch: Weiß nicht. Hab noch nie drüber
nachgedacht, das übernehmen meist andere für mich. Die Regie führen
sie. Weil sie’s können. Da füg ich mich.
H: Du glaubst nicht wirklich an das,
was du singst.
Asch: Nein VERDAMMT! Muss ich auch
nicht. Ich nehm mein Geld und spiele die nächste Vorstellung.
Und das war‘s dann. Hört verflixt
nochmal auf, mir zu erzählen, dass mein Leben sinnlos wäre und dass
ich keine Kontrolle darüber hätte. Ich KÖNNTE jetzt gehen. Ich
WILL nur nicht. Und jetzt zieht diese lehrreiche Lehre daraus.
G: Haben dass deine Autoren auch so
aufgeschrieben?
(Asch fängt an, unkontrollierte
Wutlaute auszustoßen) Nein, vielleicht nicht direkt.
H: Weißt du, wenn du‘s jetzt eh
versaut hast könntest du doch einfachmal machen, worauf du Lust
hast. Die Vorstellung ist eh nicht mehr zu retten.
G: Jetzt glaubst du auch schon an
diesen Drehbuchmist ey!
(Asch beginnt sich mental auf Auftritt
vorzubereiten- iwelche komischen Atemübungen)
H: Gretel, ich glaube, gleich geht’s
hier richtig los.
Song Asch (Prinzen „Schwein sein“)
Du musst frei sein in dieser Welt
(Frei sein)
Du musst deinen Weg gehen in dieser
Welt
…
G: Das war Wahnsinn!
Asch: (Erstaunt) Findet ihr? Moment
Mal. (zückt Stift) ALSO… Zuerst ausflippen, Mitleidsnummer
schieben, dann der Song, großes Finale uuuund SCHLUSS! Das ist
brilliant, brilliant brilliant- VERSTEHST DU? Einfach genial.
H: Ah, selbstbestimmt, spontan, einfach
machen was man will, die Dinge auf sich zukommen lassen. Unabhängig
von allem. Verstehe. Alles klar. Prima message.
Asch: Das heißt, ihr habt verstanden?
G: Ja. War überdeutlich. AAbsolut
angekommen. Wie eingebrannt, quasi, kann man gar nicht mehr
vergessen! Stimmts, Hänsel? (Rippenstoß)
H: Jo. Ich hab’s komplett
verinnerlicht. Nicht mehr aus meinem Kopf zu bekommen. Totale
Dauerschleife. Werde dauernd an dich denken müssen, wenn ich das
nächste Mal- äh- so richtig UNABHÄNGIG sein muss.
(Asch. erst nach dem Motto „hähh-
verarscht ihr mich?“ Dann) : SUPI. Das hat mir noch nie jemand
gesagt!
G: Ohh- echt? Kann ich mir ja überhaupt
nicht vorstellen. Leute gibt’s.^^
Asch: Dann werde ich jetzt auch mal
wieder gehen, nü?
G: Ja, ja du gehst jetzt wohl lieber
besser-äääh- Schade. Wirklich Schade. Die Zeit ist mit dir quasi
nur so durch meine Finger geronnen. Soll ich dich noch zur Tür
geleiten?
Asch: Passt schon. Ich bin so
unabhängig- da kann sich mir eigentlich gar nichts mehr in den Weg
stellen!
H (flüsternd, abwertend) : Mhhm. Die
anderen haben in unserem Flur immer ziemlich zu kämpfen.
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