Dienstag, 23. Oktober 2012

Szene 5 (überarbeitet)

Here you are! Hier geht das Schlag auf Schlag und ich bin stolz euch Jojos Szene vorstellen zu dürfen. Der Wolf hat eine kleine Pedo-Neigung, einfach, weil diese ständige Arbeit mit verachtenswerten Kinder einen bleibenden Schaden angerichtet hat. Melle, Selle und Claudia haben in dieser Szene die Garantie für ein Gesangsstück, falls ihre Rollen aus Zeitgründen keine Szenen mehr bekämen (man beachte den Konjunktiv!!!) Wir könnten immer noch jemanden gebrauchen, der uns beim Schreiben kreative Unterstützung leistet, aber fühlt euch nicht genötigt. Jeder Szenenvorschlag wird begrüßt, also falls euch die Lust packt, formt sie in Worte und schickt sie hier her :D Viel Spaß: Szene 5 Storyboard
Wolf sitzt schon die ganze Zeit mit hochgeschlagenem Kragen in der Ecke der Bar
Hänsel und Gretel nähern sich ihm- er dreht sich ruckartig um und erschreckt sie durch hervorstechende Schnauze (Rest des Gesichtes ist verdeckt) [Requisiet: Papmaschee-Schnauze/Maske]
G:AHHH! Ich dachte Vollkörpervermummung wäre verboten?!
W: Keine Sorge, vor mir braucht sich niemand zu fürchten. Ich tue keiner Fliege was zu leide. Nicht mal solch mickrigen Würmchen wie euch.
H. [Blick fällt auf pinke Plüschpantoffeln, guckt erstaunt W an]
W: Kann sein dass ich mich etwas habe gehen lassen. Aber Innen ist alles neu!  Meine Kleidung unterstreicht meinen Charakter. Ich bin ein anderer geworden!
H: Moment mal. In allen Märchen, die ich gelesen habe, warst du der Gigant, die Verkörperung des Bösen. Wie soll das werden, wenn der einzige wahre Bad Boy zu den Softies überwechselt?
W: Ach Kinder, ich denke nicht, dass die Welt wirklich auf „das Böse“ angewiesen ist. Eigentlich braucht es viel mehr Teddybären, mehr ruhige, gemütliche Großväter und liebenswürdige Muttis, die auf ihre kleinen Goldschätze aufpassen. ICH kann alles davon für euch sein *eklig zwinker*
H&G gucken angewidert
G: Klasse. Wirklich. So gut, dass wir auch schon wieder gehen können.
W: NEIN! Panisch. Ich habe Chupachups. Ihr mögt doch Chupachups. ODER?!!
H [unentschlossen] zu G: Man Gretel, ich liebe die Dinger wirklich!
G: Alter, Hänsel, du bist so hohl. Als nächstes guckst du dir seine kleinen Hasenbabys an.
W:Ich habe keine Hasenbabys, ihr braucht sie euch also auch nicht anzuschauen. Das einzige, was ihr für den einsamen, alten Mann hier tun könnt, ist, ihn auf einem Spaziergang zu begleiten. Ich gebe euch die Chupachups auch jetzt schon, wenn ihr mir folgt. [Guckt zum ersten Mal ein wenig bemitleidenswert]
H: Siehst du? Er ist ein netter Kerl. Warum zum Teufel sollte er uns was vormachen?
W fällt ins Wort: GENAU! Warum sollte ich euch was vormachen???
G: Also mir fiele da so einiges ein…
H: Ich gehe jetzt mit in den Park. Wenn du lieber noch ein bisschen mit der Alten Cha-cha trainieren willst- nur zu. Dafür brauchst du mich ja nicht, oder?
G: Meine Güte. Da ich ja weiß, dass man dich nicht lange alleine lassen kann…
(Gehen zu dritt in den Park, Spielzeug liegt herum, Kinder tollen über die Kulisse, auch eins im roten Hoodie)
W: (schaut mit melancholischem Blick in die Ferne.) Könnt ihr euch vorstellen, dass ich diese kleinen, liebenswürdigen Dinger mal etwas antuen wollte. So rein. So unschuldig. Wenn ich nur in Worte fassen könnte, was ich fühle.
(zwei kleine Kinder, [Melle, Selle], tippen ihm auf die Schuler)
W: Was- könnt ihr mir helfen??? Andere Kinder kommen zusammen, eines legt Geige in Hände des Wolfes.
W: Ja, das ist wahr, früher spielte ich sehr viel auf ihr. (zieht sich in den Hintergrund zurück. „Kinderband“ gibt sich Zeichen, zu Instrumenten zu greifen, beginnt zu spielen: Jule- Saxophon, Cello- Mona,  Melle, Selle, Claudia -Gesang, Anni- Klavier, Jojo-Geige)
Feeling good - Michael Bublé
W: (gerührt) Danke. Das war wundervoll. (Verteilt Süßkram und Geld an Kinder)
(Kleines Kind stiehlt H den Chupachup aus der Tasche.)
H: Ey du kleines Mistkind! Was fällt dir ein!!
W: (aufgelöst) Wie kannst du nur? Es ist doch noch so jung und-(Blick verändert sich)
Momentmal. Eigentlich-… habe ich früher den Kindern die Lutscher gestohlen.
(wieder alte Verfassung) Aber das geht nicht. Nein, ihnen darf nichts zustoßen
(Blickveränderung) Aber damals… Bin ICH immer dazu gestoßen. Dann, wenn sie ganz allein im Wald waren, wenn keiner ihre Schreie hören konnte
(fängt sich wieder) Nein, diese Zeiten sind eindeutig vorbei. Ich führe ein anständiges Leben. Ich habe meine alten Angewohnheiten abgelegt, komplett hinter mir gelassen. Was jetzt noch zählt, sind gute Manieren und anständiges Verhalten.
(Kind mit rotem Hoodie läuft ausversehen in W hinein, stolpert, richtet sich wieder auf, die beiden schauen sich in die Augen, erkennen sich.)
W: Ich kenn dich doch. Du bist doch-warte mal.
Rotkäppchen: Ey yo, alter.
W: (unbeholfen)Klar. … … Alter.
Rotkäppchen: (überzeugt) Sicher, Alter!!!!
2x
W: All diese Schmähungen. Das Wissen, verloren zu haben, nie mehr glorreich durch den Wald schreiten zu können, weil dort jemand anderes den Sieg davon trug. Es hat mich gedemütigt. Verletzt. Meines Stolzes beraubt. Mir meine Würde genommen. (Flüsternd) Aber das ist jetzt vorbei. (schreiend) DAS IST JETZT VORBEI!!! (Geht auf Rotkäppchen los. In diesem Moment kommen Männer aus Psychiatrie, stecken ihn in Zwangsjacke, führen ihn ab.)
H und G stehen etwas erschlagen von dem, was sie gesehen haben, an der Seite.
H: Ich glaube, ich bin in nächster Zeit netter zu Kindern.
G: Geht mir genauso.
H: Nochn Chupachup, um runterzukommen?
G: (entsetzt) wie kannst du die denn noch essen, nach all dem-?
(H zuckt mit Schultern)

2 Kommentare:

  1. das lied ist genial! es passt perfekt!!!

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  2. von " Wolf sitzt schon die ganze Zeit mit hochgeschlagenem ..." bis ". ICH kann alles davon für euch sein *eklig zwinker*" als Hintergrung feeling good

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